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Veranstaltungen, Seminare, Workshops

Veranstaltungen, Seminare, Workshops

Diese Veranstaltungen finden in der REHNATURE Kräuterwerkstatt in Saarbrücken Malstatt (St. Josefstr. 3, 66115 Saarbrücken) statt. Hier ist auch immer die Gelegenheit, sich im Shop vor Ort umzuschauen und das Team von REHNATURE persönlich und ausführlich mit Fragen zu den Produkten zu löchern. 😊 (Shop Online)

20.2.2027 10.00 Uhr Die perfekte Teemischung

Die Zusammenstellung einer individuellen Teemischung bedarf einiger Grundregeln, damit der Tee seine Wirkung erfüllt und die enthaltenen Kräuter gut miteinander harmonieren. In diesem Workshop stellt jede(r) eine eigene Teemischung zusammen, ganz nach den eigenen Bedürfnissen und Wünschen. Neben der Verkostung der entstandenen Mischungen gibt es selbstverständlich auch ein Skript, das zum Nachlesen und Experimentieren zuhause bestens geeignet ist.

Kosten 35,- €

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5.6.2027 18.00 Uhr Kräutermenü

Das Kräutermenü ist bereits ein Klassiker unter den Veranstaltungen von REHNATURE. Aus Kräutern und Blüten stellen wir ein leckeres Menü zusammen, das in kleiner Runde und angenehmer Atmosphäre genossen werden kann. Ein unterhaltsamer Abend mit Informationen zu den verwendeten Pflanzen-Zutaten, Anekdoten zur Herstellung und Verarbeitung und selbstverständlich inclusive Skript und Getränke. Auf Wunsch gestalten wir dieses Menü vegetarisch. Dazu bitte bei der Anmeldung hinweisen, damit wir planen können!

Kosten 45,- €

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21.8.2027 10.00 Uhr „Cremen und Salben hilft allenthalben“

Dieser alte Spruch unserer Großmütter soll Leitsatz des Workshops sein. Wir stellen neben einem sanften Pflegeöl auch selbst einen Lippenbalsam und eine Creme her. Neben den praktischen Fertigkeiten sind in diesem Kurs auch Tipps und Tricks für die Verwendung von Pflanzen in der Kosmetik enthalten. Skript inclusive, versteht sich.

Kosten 35,- €

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6.12.-10.12.2027 jeweils von 16.00-19.00 Uhr Offene Kräuterwerkstatt

In dieser Woche ist unsere Kräuterwerkstatt täglich (Montag bis Freitag) geöffnet, um die so viel gepriesenen Weihnachtseinkäufe (und auch Bestellungen!) zu „erledigen“. Das Wort „erledigen“ finden wir nicht ganz so passend, denn bei uns darf ganz in Ruhe gestöbert, getestet und gefragt werden. Ergänzt werden diese Tage mit einer Tasse Tee, einigen vorweihnachtlichen Überraschungen und ganz viel Zeit und Muße, die es vielleicht anderswo nicht gibt. Also: seid dabei, kommt vorbei! Wir freuen uns auf Euch!

Natur und Kräuterstammtisch

Natur und Kräuterstammtisch

Der Kräuterstammtisch findet jeden ersten Mittwoch im Monat statt. Treffpunkt (ohne Anmeldung, einfach vorbeikommen!) ist jeweils ab 15.00 Uhr in der NÄHBAR Myme in der Saargemünder Straße 149 in Saarbrücken St. Arnual.

Bei einem Kaffee oder einer Tasse Tee in entspannter Atmosphäre bekommt ihr an diesen Terminen Infos und Neuigkeiten zu den jeweiligen Themen. Neben den Fachinformationen lebt dieser Treff vom Miteinander: Daher ist Teilen der eigenen Erfahrungen und miteinander ins Gespräch kommen ein wichtiges Element. Wir freuen uns auf Euch und den Austausch!

Mittwoch, 6.1.2027 Erkältungszeit

Mit natürlichen Mitteln den Erkältungssymptomen begegnen, bzw. das Immunsystem so stärken, dass man der Grippewelle gegenüber gewappnet ist. Mit Tipps und Tricks aus der „Kräuterkiste“ ist dies möglich!

Mittwoch, 3.2.2027 Alles Nervensache?

Ruhe und Entspannung in den Tag bzw. den Alltag zu bringen ist nicht immer leicht. Dafür haben wir pflanzliche Helfer an unserer Seite, die uns unterstützen und zur Ruhe kommen lassen.

Mittwoch, 17.3.2027 Detox und Frühjahrsmüdigkeit

(Achtung, dieses Mal ist es nicht der erste Mittwoch im Monat!) 

Der alljährlichen Frühjahrsmüdigkeit lässt sich mit Kräutern gut begegnen. Neben Bitterstoffen und kleinen hilfreichen Ritualen gibt es auch ausgeklügelte Teemischungen, die den Körper unterstützen und in Schwung bringen.

Mittwoch, 5.5.2027 Was sprießt denn da?

Die Kraft der Sprossen wird häufig unterschätzt. Dabei ist gerade die Phase des Keimens und Austreibens die Zeit, in der die Pflanzen am meisten Energie mitbringen. Diese gilt es für die tägliche Ernährung oder auch für heilsame Kuren zu nutzen.

Mittwoch, 2.6.2027 Slow Food aus der Natur

Kefir, Kombucha und Co. werden heute unter die Lupe genommen. Neben der geschmacklichen Vielfalt bieten sie auch gesundheitliche Unterstützung für unsere Verdauung und das Immunsystem.

Mittwoch, 1.9.2027 Schmerzende Gelenke?

Ob Arthrose, Gicht oder Rheuma, auch hier gibt es Hilfe im Pflanzenreich. Wir zeigen Möglichkeiten, mit Kräutern und Früchten aus dem eigenen Garten oder aus dem Wald Schmerzen zu lindern und die betroffenen Gelenke zu stärken.

Mittwoch, 3.11.2027 Kräuterpower für Sportler und Athleten

Ob Leistungs- oder Hobbysportler, Spaziergänger oder Gehirnjogger, man kann die Bedürfnisse unseres Körpers mit den Schätzen aus der Natur hervorragend unterstützen. In manchen Fällen lässt sich dadurch sogar völlig auf teure Nahrungsergänzung verzichten.

 

Veranstaltungen

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FAQ

Kräuterwanderungen

Kräuterwanderungen 2027

Samstag, 20.3.2027: Wir pflücken uns einen Wildkräutersalat

Es geht auf die üppigen Wiesen des Frühlings. Mit Schere und Sammeltasche bewaffnet ernten wir uns einen gesunden Wildkräutersalat, der nicht nur lecker schmeckt, sondern auch viele Nährstoffe für unsere Gesundheit mitbringt. Nach der gemeinsamen Zubereitung wird der Salat selbstverständlich mit Baguette und einer passenden Kräuterlimonade genossen. Fakten und Informationen zu den einzelnen Pflanzen kommen ebenfalls nicht zu kurz. Ergänzt wird diese Wanderung mit einem Begleitskript, in dem man alles zuhause in Ruhe nachlesen kann.

Samstag, 24.4.2027: Heilpflanze, Wildpflanze, Nutzpflanze

Welche Pflanzen kann ich in einer natürlichen Hausapotheke integrieren? Welche sind eher als Nahrung, welche hauptsächlich als Medizin zu betrachten? Wann wird gesammelt, wie wird gelagert und zubereitet? All diese Fragen werden sich im Laufe dieser Wanderung klären. Aus einem individuell ausgewählten Kraut wird als Abschluss eine Tinktur hergestellt, die als erster Baustein für die eigene Wildkräuter-Apotheke geeignet ist. Selbstverständlich gibt es diese Infos auch zum Nachlesen.

Samstag, 22.5.2027: Miraculix lässt grüßen!

Gesammelt werden Kräuter des Frühlings, die mit vegetarischen Zutaten ergänzt, im großen Lagerfeuertopf gegart und anschließend gemeinsam verspeist werden. Neben den ausführlichen Infos zu den verwendeten Kräutern und Pflanzen gibt es ein Begleitskript mit Rezepten. Passende Getränke sind ebenfalls im Preis enthalten.

Samstag, 19.6.2027: Survival in Grün

Zurück zu den Wurzeln könnte der Titel dieser Veranstaltung auch heißen: Wir kochen gemeinsam ein Essen auf dem Lagerfeuer und bereiten Getränke und Leckereien aus Wildkräutern und Pflanzen zu. Das Besondere daran ist, dass wir mit den klassischen Methoden unserer Vorfahren hantieren und dabei auf elektrische Geräte und modernen „Schnickschnack“ verzichten. Der volle Geschmack ohne technischen Aufwand, Methoden die vielleicht auch für die nächste Wanderung oder den Campingurlaub geeignet sind.

Samstag, 25.9.2027: Wurzeln und Co.

In Herbst und Winter ziehen sich die Nährstoffe und die Energie der Pflanzen in die Wurzeln zurück. Möchte man in dieser Jahreszeit Pflanzen ernten und nutzen, bietet es sich an, sich auf die Wurzeln zu konzentrieren. Wir graben bei dieser Wanderung Wurzeln von Pflanzen aus und bereiten sie für einen Pflanzenauszug vor, der zuhause auf der Fensterbank weiter reifen wird und später in die eigene Hausapotheke integriert werden kann. Neben einem Begleitskript gibt es selbstverständlich auch Gelegenheit, die eine oder andere Wurzel vor Ort zu verkosten.

 

Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben.

Kosten 35,- €

Teilnehmerzahl max. 10 Personen

Anmeldung bitte telefonisch unter +49 162-4256091

Bei allen Wanderungen wird ein Skript ausgehändigt und ein eigenes Naturprodukt zum Mitnehmen hergestellt.

Kräuterwanderungen Jahresrückblick

Bärlauch Semmelknödel:

Bärlauch-Semmelknödel

Zuerst ist natürlich mal das Outdoor-Workout obligatorisch: Den Bärlauch pflücken…

…dann: Den Bärlauch gründlich waschen.

Dabei bitte darauf achten, ob nicht versehentlich doch noch „falsche“ Blätter mit dabei sind. (Die Verwechslungsgefahr mit den giftigen Pflanzen Aronstab und Maiglöckchen ist glaube ich ausreichend bekannt.) „Nur die Guten kommen ins Töpfchen!“

Leicht angetrocknetes Brot vom Vortag in Würfel schneiden. Die Menge entscheidet, wie viele Knödel es werden. Für 2 Personen genügen 4-6 Scheiben. Auch bei der Auswahl der Brotsorte kann man kreativ sein. Je dunkler das Brot, um so kräftiger wird der Geschmack der Knödel.

Eine halbe Gemüsezwiebel in kleine Würfel hacken und in ein wenig Öl glasig dünsten. Diese dann zum Abkühlen beiseite stellen.

Den Bärlauch fein hacken.

Je nach Brotmenge ein oder zwei Eier aufschlagen und zusammen mit dem Bärlauch, den Zwiebeln und Gewürzen (Muskat, Pfeffer, Salz) zu den Brotwürfeln geben. Alles gründlich durchkneten, bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist. Falls die Masse zu weich oder flüssig ist, noch ein wenig Semmelmehl hinzugeben.

Wasser in einem großen Topf mit reichlich Salz zum Kochen bringen und auf kleiner Stufe simmern lassen. Die Knödel müssen nicht kochen, sie sollen im Wasser nur gar ziehen. Dies dauert ca. 15 Minuten. Man erkennt, ob sie fertig sind, wenn sie auftauchen und an der Wasseroberfläche schwimmen.

Tipp: Ich mache zunächst immer einen „Testknödel“ in einem kleinen Topf:

– um zu sehen, ob der Knödel sich nicht versehentlich im Wasser auflöst

– um den Geschmack zu überprüfen (sind genug Gewürze drin?)

– bevor man all die vielen Knödel geformt hat, nur um festzustellen, dass es doch nix wird.

 

Ist der Test bestanden, geht die Knödelproduktion in Serie und die weiteren Knödel dürfen in den Topf bis sie, wie oben beschrieben, an der Wasseroberfläche schwimmen.

Dann die Knödel mit einer Schaumkelle aus dem Wasser nehmen und in einer Schüssel anrichten: Damit das überschüssige Wasser ablaufen kann, einen kleinen Teller in die Schüssel legen und dann erst die Knödel darauf geben.

Dazu passt z.B. eine Champignon-Rahmsoße (vegetarisch), Kalbsgeschnetzeltes (nicht vegetarisch… 😊  ) , jegliche andere Art von Soße…

…Guten Appetit!!!

 

Hagebutte Teil 2 – das einheimische „Superfood“

Ihr denkt jetzt bestimmt, was soll das? Hat sie nicht erst vor kurzem einen Beitrag über die Hagebutte geschrieben? Ja, hat sie. Und dann hat sie sich weiter damit beschäftigt, und spannende, neue Erkenntnisse gewonnen. Diese sollen nun auch zu Eurer Weiterbildung dienen! 😊

Eine schöne Geschichte, die mir beim Recherchieren über den Weg lief, ist die staatliche Hagebuttensammlung in England im zweiten Weltkrieg. England, eine Nation der Seefahrer hatte schon früh das Privileg, aus fernen Ländern nahrhafte und vitaminreiche Zitrusfrüchte ins Land zu bekommen. Im zweiten Weltkrieg fielen diese Lieferungen aber weitestgehend aus. Die Bevölkerung, besonders die Kinder, benötigten aber Abwehrkräfte und Vitamine. Da besann man sich auf die einheimischen Früchte und propagierte die Sammlung der Hagebutte.

Hagebutten enthalten ein Vielfaches mehr Vitamin C als Zitronen. Dazu kommen noch Betacarotin, Lycopin, Pektine und Fruchtsäuren. Ebenso eine wunderbare Kombination aus Farbstoffen und Antioxidantien.

Eine weitere Tatsache, die wir als Kinder anders beigebracht bekamen, ist die Sache mit dem Erhitzen und dem Verschwinden von eben diesem wichtigen Vitamin C.

Uns wurde beigebracht, dass Vitamin C wasserlöslich und hitzeempfindlich ist, und daher der Hagebuttentee gar nicht so gesund ist, wie wir meinen. ABER, und jetzt kommt die neue Erkenntnis: Es kommt auf die Zubereitung an, denn ja, Vitamin C gehört zu den wasserlöslichen Vitaminen, aber diese gehen, bei Beachtung von ein paar Kleinigkeiten in das Wasser, also den Tee über! (Nebenbei: das gilt übrigens auch beim Kochen von Gemüse: Wenn man also die Vitamine nicht aus dem Essen herauskochen und entsorgen möchte, hebt man einen Teil des Kochwassers auf und bereitet damit die passende Soße fürs Gemüse zu…)

Bei der Teezubereitung gibt es einen wichtigen Zusammenhang von Temperatur und Zeit.

  • heiße Temperaturen lösen Vitamin C schneller
  • längere Ziehzeiten lösen mehr Vitamin C
  • gleichzeitig reagiert Vitamin C mit Sauerstoff

Ideal ist daher Wasser mit einer Temperatur von etwa 80 Grad. Die Ziehzeit sollte zwischen 6 und 8 Minuten betragen. Auf diese Weise hat man eine gute Vitamin C Ausbeute im Tee „gefangen“. Den Tee abgedeckt ziehen lassen, so bleiben die wertvollen Stoffe in der Kanne oder Tasse und verflüchtigen sich nicht im Raum.

Wer mag, nimmt auch die Kerne dazu, denn diese sind ebenfalls eine Quelle der Energie. Sie enthalten unter anderem Kieselsäure und Galaktolipide. Im schwäbischen gibt es den Begriff „Kernles-Tee“. Dieser gilt klassisch als Erkältungs-Killer. Die Kerne werden über Nacht eingeweicht und danach ebenfalls mit 80° C warmen Wasser übergossen. Wichtig ist hier, dass der fertige Tee gut gefiltert wird (Kaffeefilter) um die feinen Härchen aufzufangen. Diese wären beim Schlucken des Tees unangenehm und könnte zu Halskratzen und Hustenreiz führen.

Nun hoffe ich, dass euch meine neuen Erkenntnisse in Sachen Hagebutte ebenfalls gefallen haben und ihr gerne mal den einen oder anderen „Tee aus dem Garten“ trinkt.

Die kleine Braunelle

Heute möchte ich Euch von einer Pflanze erzählen, die vor noch nicht all zu langer Zeit als „Blume des Jahres“ galt.

Im Jahr 2023 wurde sie (von der Loki Schmidt Stiftung) zu dieser gekürt, und ich vermute, dass in diesem Zusammenhang einige Menschen überhaupt erst wieder auf sie aufmerksam wurden. Dabei ist diese Pflanze fast auf der gesamten Nordhalbkugel der Erde zuhause. Man findet sie auf Wiesen und an Waldrändern und braucht auch keine Bedenken haben, wenn sie im heimischen Rasen auftaucht: Sie verträgt häufiges Mähen und gedeiht weiter. Sie gilt mit ihren lila Blüten und ihrem Nektar als gute Bienenweide. Okay, manch ein Fan von perfektem englischen Rasen wäre sie lieber direkt wieder los… aber er weiß vielleicht nicht, wen er da vertreibt:

Die kleine Braunelle ist ein wahres Wundermittel. Bereits im Mittelalter galt sie als die wichtigste Heilpflanze bei der Behandlung von Diphterie. Namen wie „St. Antonikraut“ und „Gottheil“ bezeugen, dass dieser Pflanze einst eine große Bedeutung beigemessen wurde.

Heute ist sie bei uns eher in Vergessenheit geraten, in der TCM (Traditionelle chinesische Medizin) hat sie jedoch immer noch einen Platz.

Sie kann virale und bakterielle Infekte abwehren und wird bei Hauterkrankungen äußerlich und bei Halserkrankungen innerlich eingesetzt.

Durch die enthaltenen Gerbstoffe wirkt sie ebenfalls heilend auf die Leber.

Essbar sind sowohl die Blüten als auch die Blätter. Für medizinische Anwendungen wird ein Sud oder ein Heilwein zubereitet. Dieser wird gegurgelt oder getrunken. Gerade die Vielfalt der Gerb- und Bitterstoffe, die der Nahrung heute meist fehlen, sind wichtig zur Stärkung der Immunabwehr des Menschen.

Mit der kleinen Braunelle finden wir auf der Wiese eine immunstärkende Pflanze, die es gilt, wieder in die tägliche Ernährung zu integrieren.

Forschungen gehen sogar so weit, dass die Braunelle in der Krebsbehandlung, zur Bekämpfung von HIV und Herpesviren eingesetzt werden kann. Auch bei der Behandlung von empfindlicher Haut kann die kleine Braunelle zum Einsatz kommen.

Bis die wissenschaftlichen Forschungen so weit sind, bleibt uns Phytotherapeuten jedoch uns auf die alten, überlieferten Eigenschaften zu stützen und die Pflanze in unsere Ernährung einzubinden: Im Salat, als Tee, als Sud für die Haut. Damit haben wir schon einiges an Heilkraft für uns gesichert.

 

Heute waschen wir unsere Weste weiß!

Heute waschen wir unsere Weste weiß!

Kennt Ihr schon Waschmittel aus der Natur? Es gibt viele Pflanzen, die Saponine enthalten. Diese Saponine führen dazu, dass die Pflanze oder Pflanzenteile beim Kontakt mit Wasser zu schäumen beginnen – und reinigen!

Ein Klassiker dafür ist Efeu. Die Blätter eignen sich hervorragend für die Anwendung als Wasch- oder Spülmittel. Dazu die Blätter klein schneiden, in eine Schüssel geben und mit warmem Wasser übergießen. Den Sud, der so entsteht, abfüllen und die gewünschten Kleidungsstücke oder auch das Geschirr damit waschen.

Heute möchte ich aber etwas genauer auf die Rosskastanie eingehen, denn diese findet man im Herbst gefühlt an jeder Ecke.

Auch die Kastanie enthält Saponine, diese besonders in ihren Früchten, den Kastanien. Wenn man bei Regen eine Kastanienallee entlang geht, kann man schon ahnen, welche ungeheuerliche Kraft in diesen Früchten steckt. Die gesamte Straße steht nach einem Regenguss förmlich im Schaum. Wenn dann zusätzlich noch ein paar Kastanien von vorbeifahrenden Autos zerquetscht wurden, steigert sich dieses Schauspiel noch weiter.

Wie geht man vor?

Für einen Waschgang benötigt man 5-8 Kastanien (oder die entsprechende Menge Pulver aus den Kastanien) und ca. 300 ml Wasser.

Die Kastanien werden in kleine Stücke geschnitten, in ein Glas gegeben und mit dem Wasser übergossen. Je größer die Stücke, umso länger sollte man warten mit der Verwendung. Bei geviertelten Kastanien wird eine Wartezeit von etwa 8 Stunden empfohlen. Bei Pulver verkürzt sich die Wartezeit entsprechend. Die entstandene Lauge wird durch ein Sieb in das Waschmittelfach der Waschmaschine gegeben. Für einen angenehmen Duft zuvor noch einige Tropfen ätherisches Öl hinzufügen (optional). Für weiße Wäsche werden die braunen Schalen der Kastanien nicht verwendet, bei dunkler Wäsche können sie dabei bleiben.

Um das oben genannte Pulver herzustellen, gibt man die Kastanienstücke in einen Mixer und püriert sie. Danach sollte das entstandene Pulver auf einem Tablet ausgebreitet und getrocknet werden, damit es nicht schimmelt.

Eine weitere Möglichkeit ist es, die geviertelten Kastanienstücke in einem gut verschließbaren Stoffbeutel direkt mit in die Trommel der Waschmaschine zu legen. 

Sie geben dann während des Waschgangs ihre Wirkstoffe ab. Ich bevorzuge die Variante mit dem Sud, da man dabei mehr Kontrolle über die Konzentration und die Menge hat.

Einen fröhlichen Waschtag!